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Pressemitteilung vom 03.06.06

 

 

CHRISTINA KUBISCH

 

"Sichtbare Stille"

 

Vernissage: Samstag, 03. Juni 2006

19 - 22 Uhr

 

Dauer der Ausstellung:

06. Juni - 08. Juli 2006

 

 

 



 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit Beginn der Industrialisierung, und damit auch der aufstrebenden Romantik, taucht das Wort Stille immer häufiger in der westlichen Literatur auf. Mit dem Begriff Stille wird das Hören thematisiert, auf weit entfernte Klänge hingewiesen oder das innere Lauschen beschrieben. "Sichtbare Stille" ist der Titel der ersten Einzelausstellung von Christina Kubisch in der Emerson Gallery Berlin. Die renommierte Klang-, Licht-, und Perfomancekünstlerin präsentiert neue akustische und interaktive Installationen sowie Grafiken, in denen das Phänomen "Stille" auf unterschiedlichste Weise ausgelotet wird. Die mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnete Künstlerin absolvierte nach ihrem Kunststudium in Stuttgart (1967-68) ein Musikstudium in Hamburg und Graz (1969-72) und studierte danach Komposition und Elektronische Musik in Mailand (1974-76). Christina Kubisch ist seit 1994 Professorin für "Plastik und audiovisuelle Kunst" an der HBK Saar in Saarbrücken.

 

Im Eingangsbereich der Galerie zeigt die Künstlerin die zehnkanalige elektromagnetische Klanginstallation "Zehn Tore", die für die Emerson Gallery Berlin entworfen wurde. Sie besteht aus schwarzen elektrischen Kabeln, die deckenhohe Tore bilden, durch die man hindurchgehen kann. Die filigran wirkenden Strukturen aus technischem Alltagmaterial sind nicht nur ein visuelles Element, sondern auch akustisch wahrnehmbar. Mit einem speziellen, von Christina Kubisch bereits Ende der 70er Jahre entwickelten, elektromagnetischen Kopfhörer (Induktionskopfhörer) kann man beim Gehen zwischen und durch die Tore verschiedene Klänge empfangen, die sich je nach Bewegungsart und Wegeführung immer wieder anders überlagern. Der Hörer wird zum Mixer/Composer einer individuellen Klangkomposition.

Bei den zehn Klangspuren handelt es sich um Aufnahmen elektromagnetischer Felder, die normalerweise nicht hörbar sind, mittels spezieller Induktionstechnik aber in Klang umgesetzt werden können. Die Tonaufnahmen wurden in europäischen Großstädten, den USA und China gemacht. Die Bandbreite dieser uns weltweit in urbanen Zentren allgegenwärtig umgebenden magnetischen Felder ist höchst komplex.

 

Die schwarzweißen Monoprints "Electrical Drawings" (Tintenstrahldruck auf Büttenpapier) zeigen Visualisierungen einzelner elektromagnetischer Klangfelder, die mittels eines Computerprogramms als "sound waves" (Klangwellen) sichtbar gemacht werden. Im Gegensatz zu Tönen von instrumentalen oder Naturklängen haben sie eine technoide und sich wiederholende Struktur.

 

Als Emerson-Edition XVII erscheint Christina Kubischs neuester Beitrag zum work in progress "Über die Stille", eine Arbeit über imaginäre Klänge und Hörräume. Es handelt sich um eine Sammlung von Zitaten in verschiedenen Sprachen und von verschiedenen Autoren, die sich auf die Stille beziehen. Die Textausschnitte sind auf Plexiglastafeln gedruckt. Durch die von der Schrift auf die dahinterliegende Wand geworfenen Schatten wird der Text auf einer zweiten Ebene sichtbar.

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr,

Samstag 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

Wir bedanken uns bei THE CORPORATE SUPPORTERS PROGRAM.

Christina Kubisch nimmt außerdem vom 1.6. – 16.7.2006 an der internationalen Ausstellung

sonambiente berlin 2006 teil (www.sonambiente.net).

 

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