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Pressemitteilung vom 17.11.2006

 

Susanne Wehr

 

»Alles Liebe«

 

 

 



 

Vernissage: Freitag 17. November 2006

 

von 19 - 22 Uhr

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

im November 2006, dem Monat der Fotografie, eröffnet die Emerson Gallery Berlin eine Ausstellung mit Werken der in Berlin lebenden Künstlerin Susanne Wehr (geb. 1960). Im Zentrum der Einzelausstellung "Alles Liebe" steht ein Zyklus großformatiger Digitalzeichnungen, die als Fotos belichtet wurden.

 

Ausgangspunkt für die Künstlerin bilden auf Flohmärkten oder in Trödelläden gefundene anonyme, private Fotografien. Zur Verwendung solcher Fundstücke erläutert die Künstlerin: „Was mich an den Fotografien interessiert ist, dass diese Fotos ihre Identität und Individualität verloren haben. Sie sind in ein Meer von Fotografien hineingespült worden, haben den – sie zu ihrer Existenz berechtigenden - Menschen verloren und sind zum Allgemeingut geworden. Sie verkörpern die Brüchigkeit und Fragilität von Identität und Existenz und bilden außerdem ein riesiges Reservoir an Figuren, Begebenheiten, Orten, Sichtweisen, Ereignissen und Geschichten, mit denen wir uns identifizieren können. Die Fotos und deren Inhalte sind sozusagen "Kollektivbesitz" unserer Gesellschaft geworden und spiegeln diese wider." 

 

In einem minutiösen, handwerklichen Arbeitsprozess verändert Susanne Wehr das ursprüngliche Motiv oder einen Ausschnitt daraus mit Hilfe von Illustrationsprogrammen am Computer. Dieses Verfahren beschreibt die Künstlerin als zeichnerische/malerische „Dekonstruktion" auf die eine erneute „Rekonstruktion" folgt.

 

Dargestellt werden Situationen, die nicht eindeutig definiert sind. Es bleibt also zunächst für den Betrachter offen, was in dem jeweiligen Bild passiert. Dabei erschließen sich persönliche Bedeutungsräume, Landschaften, die von den Gletschern der Liebe zurückgelassen wurden. Die Übergangslinie zwischen individueller und kollektiver Bildwelt verläuft oft unmerklich innerhalb einzelner Bilder und verweist zurück auf den zweigesichtigen d.h. privat-öffentlichen Charakter des Ausgangsmaterials.

 

 

Der rätselhafte Charakter der Arbeiten beschränkt sich nicht nur auf die Ebene der Motive, er setzt sich im Umgang der Künstlerin mit den formalen Gestaltungsmitteln fort. Die Irritation des Betrachters ist gewollt und wird zum Anstoß für die Auseinandersetzung mit der jeweiligen Darstellung.

 

Bewusst setzt die Künstlerin das Medium der Fotografie ein, um unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und vor allem deren Darstellbarkeit generell zu hinterfragen. Die Spannung der Bilder von Susanne Wehr speist sich gerade aus diesem Paradox.

 

EMERSON-EDITIoN XX ist eine Serie kleinformatiger, goldgerahmter Digitalzeichnungen von Susanne Wehr , 12 Exemplare, je 25 x 18 cm, Einzelpreis : 100,- Euro.

 

Dauer der Ausstellung: 18. November 2006 – 13. Januar 2007

 

 

Wir bedanken uns bei THE Corporate Supporters Program.

 


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