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Pressemitteilung 02.05.2007

 

Intermezzo IX

 

"Eingriffe"

 

Ausdruck des Tabus in der Malerei

von Bruni Jürss und Heike Ruschmeyer

 

Vernissage: Mittwoch, 02. Mai 2007

von 19 - 22 Uhr

 




 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Das Verdrängte kehrt zurück, was tabuisiert wird, will zum Ausdruck gebracht werden. Bruni Jürss und Heike Ruschmeyer malen Bilder zum Thema Kindesmissbrauch, jede auf ihre eigene Art und Weise. Heike Ruschmeyer, die schon 2004 mit einer Einzelausstellung in der EMERSON Gallery Berlin vertreten war, hat die Berliner Malerin Bruni Jürrs zu einer gemeinsamen Intermezzo-Ausstellung in der Galerie eingeladen.

Das INTERMEZZO-Programm der EMERSON Gallery Berlin bietet parallel zum Galerieprogramm bis zu vier mal im Jahr unterschiedlichen, z.T. weniger bekannten Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke öffentlich zu präsentieren. Auch unkonventionelle Projekte mit experimentellem Charakter können in dieser Reihe zur Diskussion gestellt werden.

 

Bruni Jürss setzt sich in ihren Bildern mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinander. Zum Teil Leuchtende, man würde sonst sagen üppige Farben spiegeln die kindliche Weltsicht von Mädchen wider, die neben Erlebnissen wie dem ersten Schultag auch tiefgreifende Eingriffe in ihre Intimsphäre erfahren müssen. Erinnerungen, mit denen sie erwachsen werden. Mit der offenen Bewältigung des Themas macht Bruni Jürss Mut, mit schmerzlichen Erinnerungen zu leben.

 

Heike Ruschmeyer, Trägerin des Marianne-Werefkin-Preises 2005, zeigt eine neue Serie von 28 kleinformatigen Bildern zum Thema Kinderpornografie. Anders als Jürss verwendet Ruschmeyer zurückhaltende Farben, die den Sachverhalt unverblümt offenbaren. Die Bilder muten daher etwas wie Fotografien an, der Pinselduktus lässt sie gleichzeitig zart, verletzlich und ruhig wirken. Einerseits wirken sie bedrückend, andererseits auch befreiend.

 

Die Bilder von Ruschmeyer und Jürss kommunizieren miteinander, treten in ein ästhetisches Gespräch. Die offene Auseinandersetzung mit Gewalt durchbricht das lähmende Schweigen und lässt den Betrachter nicht sprachlos erschüttert nach Hause gehen, sondern schafft einen Zugang zum totgeschwiegenen Thema und somit zu gravierenden wenn auch traurigen und erschütternden Aspekten des Lebens.

 

Im Anschluss an diese Intermezzo-Ausstellung folgt in der EMERSON Gallery Berlin eine Einzelausstellung von Heike Ruschmeyer, die am 19. Mai 2007 um 19:00 Uhr eröffnet wird.

 

 

Dauer der Ausstellung: 03. – 16. Mai 2007

 

 

 

 

 

 

Wir bedanken uns bei THE Corporate Supporters Program.

 

 


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