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Pressemitteilung 24.05.2006

 

INTERMEZZO VII

Pawel Polus: SPHÄREN

Junge Konzeptkunst aus Polen

 

Vernissage: Mittwoch, 24. Mai, 19-22 Uhr

Grußwort: Jaroslaw Kozlowski

Dauer der Ausstellung: 25. bis 30. Mai 2006

 



Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir laden Sie herzlich ein zur Eröffnung des INTERMEZZO VII mit neuen Arbeiten des jungen polnischen Konzeptkünstlers Pawel Polus (geb. 1979).

 

Das Konzept für seine Ausstellung erläutert der Künstler wie folgt: "Bei den Arbeiten, die in der Emerson Galerie präsentiert werden, habe ich mich kosmologischen Problemen gewidmet und mich auf das Verhältnis: Mensch – Welt – Weltall konzentriert. Die Menge an Wissen, über das Astronomen und Kosmologen verfügen, interessiert mich weniger; meine Aufmerksamkeit schenke ich vielmehr der menschlichen Reaktion auf das Stichwort Weltall, in einem Moment, wo dieses Wissen gering ist. Andererseits interessiert mich die natürliche, menschliche Neigung, die Welt und das Weltall zu ordnen, indem man den Untersuchungsgegenstand "vermenschlicht" (das Verstehen der Dinge und der allgemeinen Dinge als Bedingung unseres Daseins und des Denkens); auch das, was fremd und nur allgemein bekannt ist. Ausgangspunkt für die Realisation ist eine einfache Zeichnung der Sphären, die ich einer breiteren Analyse unterworfen habe. Ich halte daran fest, daß das Thema - trotz seiner Weite - mit einfachsten Mitteln gefaßt werden kann, lesbar bleibt und die Vorstellungskraft anregt."

 

Der Begriff "Sphäre" stammt aus dem Griechischen σφαίρα, sphaira und bedeutet- die Kugel, der Ball und war im Altertum eine Bezeichnung für das Himmelsgewölbe, das als Kugeloberfläche gedacht war. Der Bezeichnung "Sphären" lag die geozentrische Vorstellung zugrunde, daß das Himmelsgewölbe aus konzentrischen durchsichtigen (kristallenen) Kugelschalen in verschiedenem Abstand besteht, die sich unterschiedlich drehen und an die die Sterne angeheftet sind (Pythagoras). Aristoteles und besonders Ptolemäus bauten die Theorie in der Lehre von der Sphärik weiter aus und versuchten zu erklären, warum Planeten und bestimmte Sterngruppen offenbar eine gemeinsame Eigenbewegung am Himmel haben. Der Begriff wurde dann in der Mathematik sowie in der Astronomie und den Geowissenschaften als Himmelskugel weiter verwendet.

 

Die abstrakte Form paßt besonders gut zu den komplexen Gedankengängen, wobei die Überlegungen des Künstlers auch zu ganz praktischen Schlüssen führen können. In einer Zeit, in der das Verhältnis des Menschen zur Natur und der ihn umgebenden physischen Welt zunehmend für Unsicherheit sorgt, sucht Pawel Polus nach Antworten durch einen metaphysischen Ansatz, der so alt und beunruhigend ist, wie die griechische Philosophie. Die Zeiten haben sich geändert, aber die grundlegende Frage bleibt die gleiche: Welche Stellung und Bedeutung besitzt die Menschheit im Universum?

 

 

Dank an THE CORPORATE SUPPORTERS PROGRAM

und

www.estrada.poznan.pl sowie www.city.poznan.pl

 


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