NewsGalerie ProfilKünstlerEditionenThe Corporate Supporters Program
Englisch - EnglishKontakt
 


Pressemitteilung vom 13.09.2003

 

Neueröffnung der EMERSON Gallery Berlin

mit der Ausstellung

 

VICTOR KÉGLI

 

"Die Eselsohren des Midas“

am Samstag, dem 13. September 2003

von 19 - 22 Uhr




Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir möchten sie herzlich einladen zur Neueröffnung der EMERSON Gallery Berlin.

 

Im Herzen der Stadt, im neuen Galerienviertel „MitteNord“ zwischen Torstraße und Invalidenstraße gelegen, wird die EMERSON Gallery Berlin aktuelle Kunst präsentieren und insbesondere gesellschaftsbezogene Positionen zur Diskussion stellen.

 

Den Auftakt bestreitet der 1964 in Budapest geborene Aktions- und Installationskünstler Victor Kégli mit einer Einzelausstellung. Der Titel „Die Eselsohren des Midas“ entstammt seiner neuen gleichnamigen multimedialen Installation. Fast jeder kennt die Geschichte des phrygischen König Midas (736-700 v. Chr.) aus der griechischen Sage, dem sich alles, was er berührte in Gold verwandelte. Aus Rache für eine Beleidigung ließ Apollo ihm Eselsohren wachsen. Als ein Frisör das Dilemma des Königs entdeckt, wird er zu Stillschweigen verpflichtet. Der zum Schweigen verurteilte kann jedoch die Neuigkeit nur schwerlich für sich behalten. Somit gräbt er ein Loch in freier Natur, in der Nähe eines Gewässers und brüllt klagevoll sein geheimes Wissen in den Erdschlund, um ihn anschließend wieder zu verschließen. Die Klage ist damit jedoch nicht verschwunden, sondern ertönt vom Winde weitergetragen im sanft wogenden Schilfgras.

 

Im Galerieraum installiert Kégli sechs Wasserbehälter aus Kunststoff aus denen an Schilfgras erinnernde Kunststoffröhren herausragen. Zwei Ventilatoren bringen die Röhren zum Wogen und aus an ihnen befindlichen Lautsprechern vernimmt der Besucher leises Wehklagen. Prominente und unbekannte Stimmen kommen lamentierend zu Wort. Für den Betrachter ist es ein zusätzlicher Reiz, den gemurmelten Klagen zu lauschen und möglicherweise bekannte Stimmen wiederzuerkennen. Zudem wird der aktuelle Zeitbezug der griechischen Sage betont: Jammern und Klagen als Zeitphänomen.

 

Im vorletzten Jahr wurde Victor Kégli mit dem Georg Kolbe Preis für Junge Kunst ausgezeichnet. In Berlin ist er zudem bekannt geworden durch die spektakuläre Aktion „weiss 104“. Für einige Wochen installierte der Künstler im Sommer 2000 Waschmaschinen auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte als „temporäres Nationaldenkmal für den Kommunikationsraum“.

 

Victor Kégli fordert insbesondere mit seinen ereignishaften Außeninstallationen kontroverse öffentliche Diskussionen heraus, die gleichsam Teil der Arbeiten sind. Damit knüpft er in gewisser Weise an die von Joseph Beuys deklarierte „soziale Plastik“ an.

 

Als EMERSON-EDITION I erscheint das Malheft "Lucky Man" (Auflage: 53 Exemplare), 20 Seiten, je 29,7 x 21,0 cm zum Einzelpreis von 45,- €.

 

Dauer der Ausstellung: 14. September - 15. November 2003

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr,

Samstag 12 - 16 Uhr

 

Wir bedanken uns bei

THE CORPORATE SUPPORTERS PROGRAM.


aktuelle Pressemitteilung
Pressemitteilungen Archiv
Pressespiegel

Last update:  23.09.09 18:00
> Kontakt> Impressum> Sitemap