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Pressemitteilung vom 23.01.2004

 

 

ROLF GIEGOLD

 

"VIP – Varianten idealer Präsenz"

Vernissage: Freitag, 23. Januar 2004, 19 - 22 Uhr

 



 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir möchten Sie herzlich einladen zur Eröffnung der Ausstellung „V.I.P. – Varianten idealer Präsenz“ mit neuen Arbeiten von ROLF GIEGOLD. In seiner ersten Einzelausstellung in der EMERSON Gallery Berlin präsentiert der 1970 in Erlangen geborene Künstler und Wahlberliner erstmals die titelgebende 12-Kanal-Klanginstallation zum Thema Wahrnehmung von Zeitgeschehen. Das Audioprojekt stellt eine komplexe und kritische Analyse von Hörfunknachrichtensendungen über die Dauer eines Jahres dar und wird sukzessive fortgesetzt. Als Ausgangsmaterial dienten dem Künstler Manuskripte von 12-Uhr-Nachrichten eines öffentlich-rechtlichen deutschen Hörfunksenders. Aus dem enormen Textkonvolut wurden allein die Personennamen herausgefiltert. Die so erstellten chronologischen Namensreihen werden als Loop wiedergegeben, entsprechend der zwölf Monate verteilt auf eben so viele Radiogeräte, die zu Monolautsprechern umfunktioniert wurden.

 

Im letzten Jahr stellte Rolf Giegold eine erste „Bilanz“ dieses analytischen Werkes in der Berliner Akademie der Künste aus in Form einer Vitrineninstallation mit Textausdrucken der Namenslisten. Daran anknüpfend wird in der Klanginstallation nunmehr das Audiomaterial direkt eingesetzt und die Situation des Radiohörens simuliert.

 

In der Ausstellung lauscht der Zuhörer der wiederholten Nennung der Namen von Protagonisten des Weltgeschehens im Jahre 2002 und kann versuchen, sich die damit verbundenen Ereignisse erneut ins Gedächtnis zu rufen. „Namen, die in manchen Monaten stark auftraten“, so der Künstler, „sind die von Arafat und Sharon, Schröder und Stoiber (im Wahlkampf), Möllemann und zum Jahresende Bush und Saddam (noch weit vor dem Krieg).“

 

Ergänzt wird die Präsentation durch grafische Arbeiten, Projektskizzen und Fotoarbeiten. Zudem gibt es als Fortsetzung der Editionsreihe im Programm der EMERSON Gallery Berlin diesmal ein Objekt in Form des „Zauberwürfels“ mit variablen Anordnungen der Elemente des Exit- oder Fluchtwegsymbols. Das allgegenwärtige grün-weiße Piktogramm besteht aus einer stilisierten Menschenfigur, Tür und Pfeil. Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Frage nach der – weitgehend unterbewussten – Wahrnehmung und dem tatsächlichen Umgang mit normierten Beschilderungen in unserer Umwelt. Deren Sinn und Funktionalität verliert sich bisweilen in Absurdität.

 

Rolf Giegold, ein Meisterschüler von Christina Kubisch, wurde für seine konzeptuellen Arbeiten bereits mehrfach mit Stipendien und Förderpreisen ausgezeichnet. U.a. war er im vorletzten Jahr Stipendiat der Akademie der Künste in Berlin.

 

Für Fragen und weitere Informationen sowie Fotomaterial stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Dauer der Ausstellung:  24. Januar bis 06. März 2004

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr,

Samstag 12 - 16 Uhr u. n. Vereinbarung

 

Wir bedanken uns bei

THE CORPORATE SUPPORTERS PROGRAM.

 


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