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"Etyka - estetyka"

Wersja polskojezyczna



Pressemitteilung vom 20.06.2008

 

Pawel Polus

 

»Ethik-Ästhetik«

 

Vernissage: Freitag, 20. Juni 2008

von 19 - 22 Uhr

 

Dauer der Ausstellung: 21. Juni – 02. August 2008

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr,

Samstag 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

 



 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bereits zum zweiten Mal bespielt der junge polnische Künstler Pawel Polus (geb. 1979) die Räume der Emerson Gallery Berlin. Im Mittelpunkt seiner neuen Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit dem russischen Maler und Kunsttheoretiker Kasimir Malewitsch (1878 – 1935) und dem amerikanischen Maler des Konstruktivismus und Kunsttheoretiker Ad Reinhardt (1913 – 1967). Pawel Polus nennt die Ausstellung „Ethik – Ästhetik" und macht damit klar, worum es ihm geht: um eine theoretische Analyse von Kunst.

 

"I’m playing in-between the sensuality of the black painting and the meaning of the black painting." (Ich spiele mit einer Zwischenform aus der Sinnlichkeit eines schwarzen Bildes und der Bedeutung eines schwarzen Bildes.) Polus Ziel ist es, die Spannungsfelder der künstlerischen Wahrnehmung, vor allem in der Malerei zu erforschen: die Wechselbeziehung zwischen Sinnlichkeit und Sinn. Der Betrachter versucht, Parallelen zwischen Malewitsch und Reinhardt, Ethik und Ästhetik herzustellen. Solche Erwartungen werden dann aber durch einfache Mittel wie frische Blumen in Frage gestellt, bzw. demontiert.

 

Pawel Polus sieht in dem berühmten "Schwarzen Quadrat" von Kasimir Malewitsch und den sogenannten "Black Paintings" von Ad Reinhardt gewissermaßen den Beginn der zeitgenössischen Kunst.

Malewitsch gelangte in Auseinandersetzung mit der modernen Kunst, der russischen Ikonenmalerei und Volkskunst zur reinen Gegenstandslosigkeit und formulierte eine auf geometrischen Formen und reinen Farben basierende abstrakte Kunstsprache, die er mit dem Begriff Suprematismus definierte (Manifest »Vom Kubismus zum Suprematismus«, zuerst 1915 veröffentlicht). Sein berühmtes „Schwarze Quadrat" (die erste Version malte er 1915) ist eines der Hauptwerke der Welt-Kunstgeschichte und wohl auch eines der am meisten gedeuteten Bilder überhaupt. Einen Endpunkt der abbildhaften Malerei stellt es jedoch nicht dar, wie manche Kritiker vermuteten. Das „Schwarze Quadrat" ist faktisch ein Bild und in seiner ihm vom Künstler implantierten Spiritualität ein religiöses Objekt. »Ich habe die nackte Ikone meiner Zeit gemalt… das Königliche in seiner Wortkargheit«, schrieb Malewitsch 1918 in einem offenen Brief an Alexander Benois.

 

Ad Reinhardt malte seit 1953 die „Black Paintings", die er als „Meditationstafeln" verstand: schwarz abgetönte, rechteckige Bilder, auf denen man erst bei näherer Betrachtung Farbstrukturen erkennt.

 

Pawel Polus greift diese Gedanken auf, wenn er eine Serie von Bildern, auf denen er die geometrische Figur eines Vielecks allmählich in einen Kreis verwandelt, jeweils mit einer echten Blume kombiniert. Natur und Abstraktion treffen aufeinander.

 

Emerson-Edition Nr. XXX: Fake Sense, Objekt, schwarz lackierte Kunststoffblume in Sonderverpackung, Aufl.; 25 Exemplare.

 

Wir bedanken uns bei THE CORPORATE SUPPORTERS PROGRAM.

 

 

 


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Last update:  28.11.08 18:41
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